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Der Riss der Zeit geht durch mein Herz

Hertha Pauli erzählt die berührende und spannende Geschichte ihrer Flucht 1938 aus Wien über Frankreich nach Amerika. Sie zeichnet unvergessliche, sehr persönliche Bilder jener Literaten und Individualisten, die mit Ihr auf eine Reise ohne Rückfahrschein gehen mussten. Alma Mahler und Franz Werfel, Carl Zuckmayer, Heinrich Mann, Walter Mehring und viele andere, sie trafen einander wieder, in Paris, in Bordeaux, oder in der Mausefalle von Marseille, voll wilder Träume auf Pässe wartend, auf Schiffe oder den Marsch über die Pyrenäen. Sie kritzelten auf Zigarettenschachteln, wie Ödön von Horvath sein letztes Gedicht; sie saßen am Exilstammtisch, Seite um Seite mit „Weissagungen“ füllend wie Joseph Roth, und sie dichteten auf der Flucht wie Walter Mehring. Hertha Pauli, diese bezaubernde, abenteuerlustige und kämpferische junge Frau aus Wien hat Europa nicht verbittert oder voll Selbstmitleid verlassen, sondern nach einem leidenschaftlich romantischem, wunderbaren Liebesabenteuer in Clairac....
30 Jahre nach ihrer Flucht hat sie dieses Erlebnisbuch geschrieben, das eine Brücke aus Gedanken, Erinnerungen und Bildern bauen soll, obwohl der Riss der Zeit mitten durch ihr Herz ging.

Die Bearbeitung des Originaltextes durch die Schauspielerin Irene Colin ermöglichen dem Zuschauer ein packendes, intensives Miterleben dieser Schicksale, begleitet von den unverwechselbaren Klängen des Gitarristen Richard Graf - ein berührendes Zeitdokument, das das Gestern mit dem Heute verbindet.

Gastspiele in Wien (Volkstheater, Schauspielhaus, Theater Drachengasse), Graz, Innsbruck, Debrecen, Szeged, Pécs, Bordeaux und Paris.

Bearbeitung und szenische Lesung: Irene COLIN
Musik: Richard GRAF (Komposition, Gitarre, Electronics)

Radiostimme: Toni Slama
Szenische Einrichtung: Dagmar Schwarz




Pressestimmen:


Der Riss der Zeit geht durch mein Herz


"Ganz fantastisch vorgetragen und gespielt von Irene Colin wurden Szenen aus dem Buch von Hertha Pauli zu Gehör gebracht. Die musikalische Untermalung mit einer Komposition von Richard Graf gab dem Stück eine besonders gefühlvolle Note.

Mit viel Gefühl und Behutsamkeit erzählte uns Irene Colin die spannende Lebens-, Leidens- und auch eine zarte Liebesgeschichte von Hertha Pauli.

Mit ihrer Flucht aus Wien im Jahre 1938 gelangte sie über Frankreich und nach vielen Leiden und Hoffen nach Amerika. Alma Mahler und Franz Werfel, Carl Zuckmayer, Heinrich Mann, Walter Mehring und viele andere Persönlichkeiten traf sie auf ihrem Weg in Paris, Bordeaux oder in Marseille. Sie alle warteten auf ihre Pässe, auf Schiffe, die nie ausliefen.

In Clairac begegnete der jungen Frau eine große romantische Liebe, die leider durch die Wirren der Zeit nicht in Erfüllung gehen konnte.

Über die Pyrenäen und Lissabon gelangte sie 1940 endlich durch die Vermittlung durch das Emergency Rescue Commitee an ein Visum in die Vereinigten Staaten. Sie lebte dort als Schriftstellerin und in ihrem letzten Buch verarbeitete sie die Zeit ihrer Flucht. 1973 starb Hertha Pauli in New York.

Das Volkstheater nimmt sich dankenswerter Weise der Zeitgeschichte an, die niemals in Vergessenheit geraten soll.

Es war ein großartiger, beeindruckender Abend einer Geschichte, die man einem größeren Publikumskreis nahe bringen sollte."


Hannelore Halper
"Die Virtuelle"

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